DR. HERIBERT WAITZER, MSc
FACHARZT FÜR INNERE MEDIZIN & INTERNISTISCHE SPORTHEILKUNDE,
PROFESSIONAL COACH

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News




SCHMERZFREIER RÜCKEN


Rückenschmerzen sind die zweithäufigste Ursache für Krankenstände und die häufigste Ursache für frühzeitige Pensionierungen. 60 – 80 % der Menschen geben an, innerhalb der letzten 12 Monate Beschwerden gehabt zu haben. Frauen im mittleren Alter trifft es häufiger – aber auch Kinder klagen bereits vermehrt unter Schmerzen.

Was sollte man beachten, um mit einem gesunden Rücken durchs Leben zu gehen?

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SEMINAREINLADUNG, 21. Mai 2016, 10.00 - 12.00 Uhr


Die unbekannte Volkskrankheit "FETTLEBER" - eine wesentliche Ursache für Zuckerkrankheit und Herzinfarkt. Was Sie mit moderner Ernährungstherapie und Trainingstherapie dagegen tun können.

Moderation: Mag. Dagmar Kaiser-Waitzer (Sportwissenschafterin)

Vortragende: Im Anschluss an das Seminar besteht die Möglichkeit seine Körperzusammensetzung (Muskel-, Fett- und Wasseranteil) medizinisch exakt bestimmen zu lassen.

Ausschreibung



BLUTVERDÜNNER


Den Text habe ich für meine Studenten auf der Fachhochschule und meine Mitarbeiterinnen erstellt. Vielleicht gibt es aber auch mehr Personen, die davon profitieren. Immerhin werden Medikamente zur Beeinflussung der Blutgerinnung in der modernen Medizin oft eingesetzt. Da das Thema relativ komplex ist, kommt es auch immer wieder zu Missverständnissen. Außerdem muss man einräumen, dass auch einiges im Fluss ist und dieser Artikel in einigen Monaten sicher bereits Ergänzungen braucht. Auch derzeit stelle ich keine Anspruch auf Vollständigkeit - Anregungen und Fragen sind willkommen.

Diese umgangssprachliche Bezeichnung für Medikamente, die in den Mechanismus der Blutgerinnung eingreifen, ist zwar weit verbreitet aber grundsätzlich falsch. Das Blut wird nicht dünner – diesen Effekt könnte man nur durch Infusionen mit sog. Plasmaepandern erreichen – allerdings greifen sie in den Ablauf der Blutgerinnung ein. Die Art und Weise, wie sie in den Mechanismus der Gerinnselbildung eingreifen, ist aber ganz unterschiedlich.

Man teilt sie zunächst in zwei Gruppen ein:

Antikoagulantien Plättchenaggregationshemmer
Greifen an der plasmatischen Gerinnung an, das heißt sie hemmen die Bildung oder Wirkung von Gerinnungsfaktoren hemmen das Verkleben der Blutplättchen. Daher werden sie auch Thrombozytenaggregationshemmer genannt..
Vertreter
Heparin, Marcoumar und die NOAKs (neue orale Antikoagulantien) Pradaxa, Xarelto und Eliquis
Vertreter
Acetylsalizylsäure, bekannt unter dem Handelsnamen Thrombo ASS oder Clopidogrel, Handelsname z.B: Plavix. Es gibt aber noch weitere wie Prasugrel, Dipyridamol
Indikation
Verhinderung der Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) bzw das Losreißen von Gerinnselteilen (Emboli). Es wird das Ablaufen der sogenannten Gerinnungskaskade im Blutplasma und damit die Bildung von Fibrinfäden verhindert.
Indikation
Verhindert das Ankleben von Blutplättchen an den Rauigkeiten von arteriosklerotischen Plaques oder kleinen Verletzungen an der Gefäßwand bzw das Zusammenkleben von Blutplättchen untereindander
Einsatz
nach Operationen oder bei schwerer Krankheit mit Bettlägrigkeit. bei Vorhofflimmern oder Vorhofflattern. Nach tiefen Beinvenenthrombosen und Pulmonalembolien Bei mechanischen Herzklappen Bei Herzwandaneurysmen mit Thrombenbildung
Einsatz
Bei Verkalkungen der Herzkranzgefäße, der Bein- Beckengefäße oder der hirnversorgenden Gefäße. Nach einer Stentimplantation in die Herzkranzgefäße mit einem drug eluting Stent werden zwei Plättchenaggregationshemmer (duale Plätttchenhemmung) für den Zeitraum von einem Jahr gegeben.
Besonderheiten:
Die Wirkung von Marcoumar beginnt erst nach einigen Tagen und muss über eine regelmäßige Gerinnungskontrolle überprüft werden. Die Messgröße, die kontrolliert wird, ist der INR Wert. Wenn Marcoumar beendet wird, dauert es einige Tage bis die Wirkung abgeklungen ist. Demgegenüber tritt bei Heparin und den NOAKs die Wirkung schnell ein und klingt beim Absetzen wieder schnell ab. Marcoumar wirkt indem es Vitamin K aus der Leber verdrängt und damit die Bildung von Gerinnungsfaktoren behindert, die unter dem Einfluss von Vitamin K in der Leber gebildet werden. Eine Ernährungsumstellung, die zu einer vermehrten Vit K Zufuhr führt, kann daher die Wirkung von Marcoumar beeinflussen. Es können auch Wecheslwirkungen mit Antibiotika, manchen Psychopharmaka aber auch pflanzlichen Medikamenten wie Ginko oder Johanniskraut auftreten.
Besonderheiten:
Schmerzmittel vom Typ der Voltarens können die Nebenwirkungen von Thrombo ASS an der Magenschleimhaut verstärken und zu Schleimhautblutungen führen. Thrombo ASS kann üblicherweise nicht als Ersatz für Marcoumar eingenommen werden. Wenn Thrombo ASS abgesetzt wird, dauert es mehrere Tage bis die Wirkung abgeklungen ist. Viele operative Eingriffe können unter Thromob ASS durchgeführt werden. Der Chirurg muss aber über die Thrombo ASS Einnahme informiert sein. Bei Hirnoperationen, Wirkbelsäulenoperationen oder urologischen Operationen soll Thrombo ASS aber abgesetzt werden.



DIE 4 GOLDENEN REGELN DES GEWICHTSMANAGEMENTS


Regel 1: WENN SIE HUNGRIG SIND, DANN ESSEN SIE!

Diese Regel mag im ersten Moment erstaunlich klingen, wenn es darum geht, Gewicht abzunehmen oder eine erfolgreiche Gewichtsreduktion zu halten. Damit soll aber dem Körper signalisiert werden, dass immer genug zu essen da ist und es nicht notwendig ist in ein Hunger – Notprogramm mit Reduktion des Grundumsatzes zu gehen. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen wirklichem Hunger – nennen wir ihn "organischen Hunger" und der Reaktion auf ein Gefühl wie zum Beispiel Anspannung, Ärger, Angst oder Langeweile. Diese zweite Form des Hungers könnte man "psychischen Hunger" nennen. Manchmal halten wir eine Missempfindung für Hunger und haben die Vorstellung, wenn wir essen, fühlen wir uns besser. Meist ist die Missempfindung nach einiger Zeit wieder genauso vorhanden – nur diesmal gepaart mit selbstabwertenden Gedanken. Die Herausforderung hinter dieser ersten Regel ist die Unterscheidung zwischen organischem und psychischen Hunger zu treffen und im zweiten Fall eine Alternative zu haben, um mit der Missempfindung umzugehen.

Regel 2: ESSEN SIE WAS SIE WOLLEN UND NICHT WAS SIE GLAUBEN, DASS SIE ESSEN SOLLTEN!

Es gibt nichts Interessanteres als das was wir uns verbieten. Wenn man sich vornimmt auf keinen Fall eine Schokoladentorte zu essen, kann man sicher sein, dass sie einem im Gedanken überall hin verfolgen wird. Diäten, die darauf ausgerichtet sind den Körper hungern zu lassen zerstören die natürliche Fähigkeit die passenden Nahrungsmittel auszuwählen in ganz besonderer Art.

Regel 3: WANN IMMER SIE ESSEN, MACHEN SIE ES MIT IHRER VOLLEN AUFMERKSAMKEIT!

Wenn Sie essen, dann essen Sie – und tun sonst nichts Anderes. Reduzieren Sie ihre Essgeschwindigkeit und erfassen Sie Ihre Mahlzeit mit allen Ihren Sinnen. Wenn Sie nebenbei essen und sich auf etwas Anderes konzentrieren, nehmen sie dem Körper die Chance das natürliche Körpergewicht – Regulationssystem zu nutzen. Untersuchungen haben gezeigt, dass man immer mehr isst, wenn man gleichzeitig fernsieht. Das gilt in gleicher Weise auch für Lesen oder E-mails checken. Es mag übertrieben klingen – aber die ungeteilte Aufmerksamkeit und Fokussierung auf das Essen ist ein ganz wichtiger Punkt im Gewichtsmanagement.

Regel 4: WENN SIE DENKEN, DASS SIE SATT SIND, HÖREN SIE ZU ESSEN AUF.

Rasches essen und Ablenkungen nehmen dem Körper die Möglichkeit das Sättigungsgefühl zeitgerecht zu spüren. Wenn man Regel 3 befolgt, spürt man, wenn man satt ist. Wenn man unsicher ist, sollte man eine Pause einlegen. Manchmal stellt sich das Gefühl der Sattheit mit einigen Minuten Verzögerung ein. Etwas auf dem Teller übrig zu lassen, steht möglicherweise mit dem Glaubenssatz aus der Kindheit "was auf den Teller kommt, wird aufgegessen" in Konflikt. Nach einiger Zeit wird man besser darin, sich die Speisenauswahl und die Menge auf den Teller zu nehmen, die einem zuträglich ist.

Quelle: Paul McKenna



VORSORGECOLOSKOPIE – (K)EINE BAUCHENTSCHEIDUNG


Die Entscheidung eine Dickdarmspiegelung durchführen zu lassen wird selten intuitiv - also als "Bauchentscheidung" - gefällt. Die Argumente dafür überzeugen aber unser analytisches Denken – daher ist es wohl eher eine "Kopfentscheidung". So konnte in einer Norwegischen Studie, die über 26 Jahre lief, sensationelle Ergebnisse erzielt werden. Das Auftreten von Dickdarmkrebs konnte um 60% reduziert werden, das Risiko an einem Dickdarmkrebs zu sterben sogar um 85%! Bei unseren deutschen Nachbarn wurde die Vorsorgecoloskopie bereits vier Jahre früher als in Österreich eingeführt. Die Auswertung der ersten sechs Jahre hat ergeben, dass fast 100 000 Darmkrebsfälle verhindert werden konnten.

Die Frage ist daher, wie kann das Gehirn den Bauch davon überzeugen, dass es besser ist, ab dem 50. Lebensjahr einmal gemeinsam zur Vorsorgecoloskopie zu gehen?

Wenn der Nutzen klar ist, bleibt noch die Verminderung der weniger angenehmen Dinge bei der Prozedur. Die großen Verbesserungen sind in drei Bereichen, nämlich der Darmvorbereitung, der Weiterentwicklung der Geräte und der Begleitmaßnahmen während der Untersuchung, gelungen. Da ist zum einen die wirksame Darmreinigung vor der Untersuchung mit modernen Lavagelösungen, wenngleich alle Studien ergeben haben, dass darin noch die größte Belastung bei dem ganzen Vorgang liegt. Bei den Geräten hat sich die Bildauflösung so verbessert, dass frühe Veränderungen gut erkannt werden können. Die vom Fernsehen bekannte high definition wird schon längst auch bei den Endoskopen verwendet. Eine wesentliche Begleitmaßnahme ist die gut entspannende Medikation. Man verschläft die Untersuchung und hat danach ein angenehmes Gefühl. Um das Gefühl nach der Untersuchung noch angenehmer zu gestalten, verwenden wir seit einiger Zeit mit Erfolg statt Luft das Gas Kohlendioxid zur Entfaltung des Darmes während der Untersuchung. Der Vorteil besteht darin, dass Kohlendioxid aus dem Darm sehr rasch wieder entfernt wird und damit ein lästiges Zwicken im Darm nach der Untersuchung entfällt.

Damit ist die Vorsorgecoloskopie eine der wirksamsten Maßnahmen in der Vorsorgemedizin – "EINE KOPFENTSCHEIDUNG FÜR DEN BAUCH".



NEUE BLUTDRUCKGRENZWERTE


Je niedriger, desto besser gilt – zumindest beim Blutdruck – nicht mehr. Unter Berücksichtigung der aktuellen Studienlage hat die Europäische Gesellschaft für Bluthochdruck und die Europäische Kardiologische Gesellschaft den Grenzwert für Bluthochdruck auf 140 angehoben. Was das in der Praxis bedeutet, lesen sie im Artikel.

Was ist geblieben von dem Trend, die Werte für den Ziel - Blutdruck, den idealen Langzeitblutzucker und den Wert für das schädigende LDL Cholesterin immer niedriger anzusetzen? In Europa gilt eigentlich nur mehr die Empfehlung bei hohem Risiko das LDL Cholesterin im Bereich um oder unter 70 mg/dl zu halten. (In Amerika wurde auch diese Empfehlung bereits abgeändert).

Welche Bedeutung hat es aber nun für die tägliche Praxis, dass der Grenzwert für einen noch normalen Blutdruck von 130 auf 140 angehoben wurde? Eigentlich nur eine geringe – das eigentliche Problem liegt nicht bei der geringen Änderung des Grenzwertes, sondern bei der Tatsache, dass wahrscheinlich in ca 50% der Fälle der Bluthochdruck überhaupt nicht bekannt ist und selbst wenn er bekannt ist nur jeder 20. Bluthochdruckpatient im Zielbereich ist.

Eine ganz wesentliche Aussage, die auch in den neuen Richtlinien wieder verankert ist, stellt fest, dass selbst bei einem Blutdruck zwischen 130 und 140 bei gleichzeitigem Vorliegen von sogenannten subklinischen Endorganschäden (wie zB Verdickung der Herzwand, Verdickung der Gefäßinnenhaut der Halsschlagader, Beschleunigung der Pulswelle, Durchblutungsstörung der Beine oder Nierenschwäche) bereits ein sehr hohes Risiko für eine Herz-Gefäßerkrankung vorliegen kann. Es genügt also nicht nur den Blutdruck zu beachten – man muss die gesundheitliche Gesamtsituation erfassen. In den neuen Richtlinien wurde die Bedeutung des in der Ordination gemessenen Blutdruckes abgeschwächt und die Wichtigkeit der Blutdruckselbstmessungen und der ambulanten 24 Stunden Blutdruckmessung betont. Der Grenzwert von 140/90 gilt übrigens nur für die Ordinationsmessung – für die Selbstmessung beträgt er 135/85 und für die ambulante 24 Stunden Blutdruckmessung 130/80.



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